Wasser und Wechseljahre – 3x hoch

Wir alle wissen, dass eine ausreichende Menge Wasser wichtig ist für unseren Organismus. Der Körper besteht zu 70% aus Wasser, und die gängige Flüssigkeitsempfehlung für einen erwachsenen Menschen liegt bei mindestens zwei Liter pro Tag, bei entsprechender körperlicher Betätigung auch mehr.

Je älter wir werden, desto eher „vergessen“ wir zu trinken. Das Durstempfinden lässt nach, wir bewegen uns weniger, die Notwendigkeit des Trinkens gerät aus dem Fokus. Nun sind wir in der Lebensmitte noch lange nicht alt, aber während der Wechseljahre macht es unbedingt Sinn, das eigene Trinkverhalten zu  überprüfen. Der Körper durchläuft diverse körperliche und seelische Veränderungen, bei dem eine ausreichende Menge Flüssigkeit unterstützend wirkt und das Wohlbefinden steigern kann. Ich nenne hier drei wichtige Bereiche, die regelrecht nach Flüssigkeit schreien, es gibt aber noch Weitere.

Hitzewallungen

Hitzewallungen sind eines der unangenehmeren Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Nicht jede Frau ist davon betroffen, aber ungefähr jede Zweite kämpft mit den plötzlich auftretenden Schweißausbrüchen. Wie es zu den Hitzewallungen kommt, habe ich in einem anderen Artikel erklärt.

Während der Schübe wird die Schweißbildung angekurbelt, um Temperaturschwankungen im Körper auszugleichen. Betroffene kennen sicher den nächtlichen Zustand, schweißgebadet aufzuwachen und im schlimmsten Fall Bettwäsche und Kleidung wechseln zu müssen. Der Schlaf ist gestört, der nächste Tag mehr oder weniger gelaufen, schlechte Laune vorprogrammiert. Eine ausreichende Menge Flüssigkeit über den Tag verteilt kann hier vorbeugen und gleicht vor Allem den entstandenen Flüssigkeitverlust aus.

Trockene Haut

Durch das Absinken des Östrogenspiegels wird die Haut trockener und verliert an Elastizität. Besteht nun zusätzlich ein Flüssigkeitsmangel, reduziert der Körper das Wasser zuerst in den Hautzellen. Klar, denn dort wird es nicht so dringend benötigt wie an anderen Stellen in unserem Körper. Die Haut wirkt dadurch müde, abgespannter und schlaffer.

Auch wenn wir den natürlichen Alterungsprozess nicht aufhalten können, wirkt sich regelmäßiges Trinken auch hier positiv aus. Die Haut wieder “gepuffert“, sie sieht jünger aus und wirkt straffer.

Darm

Ein weiterer, sehr wichtiger Grund für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist die Verdauung. Während der Hormonumstellung kommt es durch den Abfall des Hormons Östrogen zu einem Anstieg des Cortisolspiegels. Cortisol bedeutet für den Körper Stress und bei Stress verlangsamt der Körper die Verdauung oder stellt sie sogar ganz ein, denn in Stresssituationen haben wir keine Zeit, uns auch noch darum zu kümmern.

Trinken wir zu wenig, wird dieser Prozess noch verstärkt, der Stuhl wird härter und die Ausscheidung fällt schwerer. Flüssigkeit bringt die Verdauung wieder in Schwung, wobei mit Kohlensäure versetztes Wasser an dieser Stelle hilfreich ist, obwohl es beim Säure-Basen-Vergleich eher schlechter abschneidet.

Fazit

Wenn das keine Gründe sind, sich genau jetzt den eigenen Flüssigkeitshaushalt bewusst zu machen…

Meine Haut ist sehr trocken und dünn. Vor allem an den Beinen entsprach sie plötzlich gar nicht mehr meinen Vorstellungen. Das war der Moment, in dem ich alle kurzen Hosen und Röcke aus dem Schrank verbannt habe. Eine bewusste „Trinkroutine“ hat das Problem natürlich nicht behoben – das wäre auch zu schön – aber, subjektiv betrachtet, durchaus verbessert.

Meine Trinkroutine

Morgens nach dem Aufstehen, während der Kaffee läuft, trinke ich eine große Tasse Wasser mit Zitrone. Am liebsten warm, wobei das nätürlich länger dauert, weil das Wasser erst kochen und abkühlen muss. Damit es nicht langweilig wird, tausche ich das Zitronenwasser immer wieder mit einem Glas Cellagon, meinem Lieblingsversorger seit über zehn Jahren, oder trinke auch gerne Beides (Werbung, weil verlinkt).

Später dann koche ich Wasser ab und bereite mir für den Tag einen Liter Ingwer/Kurkuma-Wasser mit schwarzem Pfeffer, welches ich über den Vormittag verteilt trinke. Am Nachmittag kommen dann Wasser und Tee hinzu, gerne auch Kefir als Alternative. Über probiotische Getränke freut sich dein Darm und sie enthalten viele Proteine, von denen wir jetzt mehr brauchen als noch vor einiger Zeit. Ein Smoothie in den unterschiedlichsten Varianten gehört genauso zu meiner Trinkroutine wie häufig der „Schlaftee“ am Abend. Und natürlich auch mal ein Bier oder ein Gläschen Prossecco, aber die zähle ich nicht mit 😉

Ich komme somit locker auf 2,5 Liter pro Tag, oft noch mehr. Sinnvoll ist es, die Flüssigkeitsmenge gleichmäßig über den Tag zu verteilen, denn der Körper kann nur eine bestimmte Menge pro Stunde vearbeiten. Wenn du immer ein Glas Wasser neben dir stehen hast, oder dir für unterwegs eine Flasche vorbereitest, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen.

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